Sportlergala im Kurhaus 2011
12.02.2011 14:20
Ehrungsmarathon auf hohem Niveau
Triathletin Susanne Pflügl und Dressurreiter Frank Freund sind die Sportler des Jahres. Erstmals wurde der Förderpreis „Sport Award“ verliehen
Die von Pfarrer Kneipp verordnete Therapie wirkt nach. Wörishofen bewegt sich. Auch die Sportler im Heilbad scheinen des Wasserdoktors Rat zu beherzigen. Sie glänzten bei der traditionellen Gala im Kursaal mit Spitzenleistungen. Wer wird Sportler des Jahres? Bürgermeister Klaus Holetschek und Stefan Welzel, der städtische Sportreferent, spannten die Ballgäste nicht lange auf die Folter. Gleich zwei Favoriten wurden gekürt: Die Triathletin Susanne Pflügl und der Dressurreiter Frank Freund.
Susanne Pflügl schaffte die Triathlon-Langdistanz „Ironman Frankfurt“ in nur elf Stunden, sechs Minuten und 20 Sekunden. Die junge Athletin musste 3,8 Kilometer schwimmen, eine Strecke von 185 Kilometern radeln und 42,2 Kilometer laufen. Dem begeisterten Dressurreiter Frank Freund wurde schon 2007 das Goldene Reitabzeichen für zehn Siege in der Spitzenklasse verliehen. Der Sportler des Jahres war bei der Ehrung in Wörishofen nicht anwesend. Er nahm an einem Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele in London im Jahre 2012 teil. Rudolf Jakwerth, der Präsident der Reit- und Fahrvereinigung vertrat Freund und nahm die Ehrenurkunde für ihn entgegen. Den Sportehrenamtspreis räumten Beate und Erich Fenster ab. Das erfolgreiche Paar war an der Gründung des Tanzsportclubs 71 wesentlich beteiligt und führte ihn zu großen Erfolgen.
Förderpreis für junge Schwimmer und Fußballspieler
Erstmals verliehen wurde der vom Ehepaar Maria und Hans Kania verliehene Förderpreis „Sport Award“. Je 250 Euro gingen an den Nachwuchs der TSV-Schwimmabteilung, die D-Jugend des FSV Kirchdorf, an die D-Jugend des SV Schlingen, an die Jugend des FC Bad Wörishofen und an die jungen Eisläufer. Als „Mannschaften des Jahres“ standen die Tischtennis-Senioren (Herren 50) mit Xaver Eschenlohr, Dieter Gerhardinger und Gerhard Lucke sowie das TT-Team (Herren 40) mit Karl Deeg, Hermann Kees und Rudolf Grund ganz oben auf dem Siegertreppchen. Beide Mannschaften gelten seit vielen Jahren bei den Allgäu-Schwäbischen und Bayerischen Meisterschaften als „feste Größe“. Belegten sie doch bei diesen Turnieren stets vordere Plätze.
Zur Spitze des schwäbischen Judo-Nachwuchses zählen die jungen Talente Felicia Rapp, Isabell Jähn und Luca Barth. Die herausragenden Leistungen des Trios wurden mit dem Nachwuchspreis der Stadt belohnt.
Auf Wolke Sieben schwebten auch die zweitplatzierten Sportgrößen, die Bankdrückerin Monika Schnölzer und Matthias Kerler, als schwäbischer Meister 2010 wohl das „beste Pferd im Stall“ der Judo-Abteilung des TSV. Mit sicherer Hand behaupteten sich bei den schwäbischen Meisterschaften die Bogenschützen der Königlich Privilegierten Schützengesellschaft auf dem ersten Platz „Comound“. Das reichte für Hubertus Ribits, Ingo Göpfert und Herbert Geigenberger bei der Sportgala für einen zweiten Rang.
Zum Kreis der Spitzensportler dürfen sich ab sofort auch die in die Bezirksoberliga Schwaben aufgestiegenen C1-Junioren der JFG Wertachtal zählen. Wie bei der Schwimmerin Karin Nothaft und dem Reiter Anton Lein reichte es für die jungen Kicker allemal für einen dritten Platz.
Zwischen Tanzen, Sitzen und Schwitzen – die Showband lockte bis weit nach Mitternacht mit flotten Hits aufs Parkett – erlebten die Ballbesucher einen Ehrungsmarathon auf hohem Niveau. Dies war nicht zuletzt Verdienst des Moderators Andreas Schales von Hitradio RT1 Südschwaben, der launig durchs Programm begleitete und das Geschehen auf der Bühne sachkundig kommentierte.
Schillernd, bunt und laut wurde es, als die Gaugewäudler aus Luzern im Kursaal ein kurzes Gastspiel gaben und keinen Zweifel daran ließen, dass die Guggenmusik in der Schweiz erfunden wurde. Bei der Organisation des Balles waren Meister der Logistik am Werk, die besonders bei den Damen punkteten. Sie genossen es sichtlich, durch die Blume begrüßt zu werden.
Quelle: Mindelheimer Zeitung
